Fronleichnam unter blauem Himmel

Fronleichnamsprozession unter blauem Himmel

 

Feuerwehren und Musikkapellen aus Erpfendorf und Kirchdorf, Schützen und Heimkehrer nehmen Aufstellung und tragen ihre Standarten in die Pfarrkirche – zu Ehren des Leibes Christi, zum Hochfest Fronleichnam.

 

Das Fest wurde 1264 von Papst Urban eingeführt. Nachdem einer Nonne im deutschen Lüttich 1209 eine Mondscheibe mit schwarzem Fleck erschienen ist, deutete man die Scheibe als das Kirchenjahr und 6adsc07019.jpg den Fleck als fehlendes Fest. Dieses Fest sollte das Hochfest Fronleichnam werden. Der Name setzt sich aus den beiden althochdeutschen Worten „Fron“ (Herr = Christus) und „Lichnam“ (Leib) zusammen. Wir gedenken dabei an den Gründonnerstag, den Tag des letzten Abendmahls, in dem Jesus uns das Sakrament der Eucharistie schenkte: „Nehmet und esset alle davon, dies ist mein Leib ... tut dies zu meinem Gedächtnis.“ Weil die Karwoche aber eine stille Zeit im Gedenken an Jesu Leiden, Sterben und Tod ist, ist ein frohes Fest nicht geeignet. Daher feiern wir den Leib Christi als Hochfest Fronleichnam am zweiten Donnerstag nach Pfingsten.

 

An diesem Donnerstag, dem 15. Juni 2017, feierte auch die Pfarrgemeinde Kirchdorf das allerheiligste Sakrament des Altars. Um 8:30 Uhr begann der Festgottesdienst in der Pfarrkirche mit der Senkung der Standarten der Vereine und der Kniebeugen der Gläubigen vor dem Leib Christi. Auch die Salutschüsse der Schützen zu den Wandlungsworten – bei denen Brot und Wein in Leib und Blut Christi gewandelt werden – betonen, was zu Fronleichnam gefeiert wird.

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Danach beging die Pfarrgemeinde eine Feierliche Prozession mit vier Stationen. Gläubige, Erstkommunikanten mit ihren Lehrpersonen, Gemeinde- und Pfarrgemeinderäte verließen die Kirche. Von der Landjugend mitgetragen wurde eine Statue des Guten Hirten und der Madonna mit Blumenkränzen. Auch Heimkehrer, die Feuerwehren, die Musikkapellen, die Röcklgewand-Weiber und die Schützen haben bereits Aufstellung vor der Kirche genommen. Zentrum bildet der Leib Christi. Der Herr Pfarrer trägt ihn in einer mit Blumenkranz geschmückten Monstranz unter dem Baldachin (im Volksmund meist als „Himmel“ bezeichnet) – er wird von Burschen der Landjugend getragen. Nach der ersten Station bei der Kirche schritt der Prozessionszug zur Achenkapelle – angeführt von den Vereinen, der Fahne Christi mit den Männern der Gemeinde, der Gute Hirte-Statue mit den Erstkommunikanten und Lehrerinnen, dem Kirchenchor Erpfendorf, der Monstranz unter dem Baldachin mit Pfarrer, Ministranten und Vorbeter als Zentrum, gefolgt von den Gemeinde- und Pfarrgemeinderäten, der Madonna-Statue mit den Jungbäuerinnen und dem Kirchenvolk. Danach marschierten alle über den Achendamm zur Station bei der Firma Treffer. Vor der Kirche wurde die Prozession mit der vierten Station beendet – unter blauem Himmel und Sonnenschein.

 

Alle MitgestalterInnen wurden danach zu einem Mittagessen und gemütlichem Beisammensein beim Gasthof Hüttschader eingeladen. Für alle Ministrantinnen und Ministranten war das Schnitzel mit Pommes Frites ein Dankeschön vor den Sommerferien für ihren Einsatz für die Pfarrgemeinde.

 

Geschrieben von Thomas ( Freitag, 16. Juni 2017 )   
Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 21. Juni 2017 )