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   Lostage Jänner 

  • 1.1.: Wenn's zu Neujahr Regen gibt, oft zu Ostern Schnee noch stiebt.
  • 1.1.: Neujahrstag mit Sonnenschein, lässt das Jahr recht fruchtbar sein.
  • 6.1.: Ist bis Dreikönig kein Winter, so kommt auch keiner mehr dahinter.
  • 6.1.: Dreikönigsabend hell und klar, verspricht ein gutes Erntejahr.
  • 17.1.: Zu Antoni die Luft ist klar, es gibt ein trocken Jahr.
  • 22.1.: Wartet St. Vinzenz im Schnee, gibt´s viel Heu und Klee.
  • 31.1.: Friert es auf Virgilius, im Märzen Kälte kommen muss.

 
 
 
 
 
 

 

 

 
 
 
 
 

 

 

 

 

 

 
 
Wir laden ein:
TagDatumZeitTerminOrt
Dienstag 16.01.2018 19:30 KBW-Vortrag: "Vorurteile-wie sie entstehen und was sie bewirken" Pfarrheim Kirchdorf 
Freitag 02.02.2018 19:00 hl.Amt-Maria Lichtmess Kirchdorf 


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„Trauer braucht Raum und Zeit“ – ein Vortrag des Katholischen Bildungswerks 

 

  

„Was war das für eine Kerze am Straßenrand?“, fragt der kleine Junge im Auto, als sie daran vorbeigefahren sind. „Da ist jemand gestorben.“, antwortet Opa. Der kleine Junge beginnt zu weinen. „Du musst nicht weinen,“ sagt der Opa, „den Verstorbenen haben wir ja nicht gekannt.“

 

Die Beziehung bestimmt die Trauer und ihre Stärke. „Der Preis der 1adsc02676.jpg Liebe ist der Schmerz in der Trauer“, so Edith Trentini, eine Hospiz- und Trauerbegleiterin aus Zell am See, die am Dienstag, den 14. November 2017 in einem Vortrag des Katholischen Bildungswerkes im Pfarrheim in Kirchdorf/T. einen sehr persönlichen und interessanten Einblick in ihr Arbeitsleben gab.

 

Mithilfe ihrer Zitate soll den Fragen nachgegangen werden: Welche Zeit ist zum Trauern angemessen? Wieviel und wo soll der Trauer Raum geschenkt werden? Warum ist für Kinder das Abschiednehmen so wichtig?

„Trauer erwischt uns voll und ganz, sie fragt nicht danach, ob du willst.“ Trauer trifft jeden, den Großvater ebenso, wie den kleinen Jungen. Dabei hat sie nicht nur mit dem Tod zu tun. Jede verpasste Chance, jede Trennung, jeder Abschied (auch vom Wohnort), jeder Verlust – all das ruft Trauer hervor.

„Stille zeigt dir, was beweint gehört.“ Traurigkeit bricht vor allem dann aus, 1adsc02673.jpg wenn ich ganz bei mir bin – besonders in der Stille. Dieser Stille wollen wir meist nicht begegnen. Sie lässt unsere Erinnerungen und Gefühle ausbrechen, wie einen Vulkan. Es ist wichtig, sich bewusst Zeit zum Trauern zu nehmen – das muss gar nicht lange sein. Oft hilft es sich zum Trauern – und um wieder aus der Trance der Trauer herauszukommen – einen Platz für die Trauer zu reservieren.

„Wenn du Trauer durchlebt hast, bist du nicht mehr der gleiche Mensch.“ Jeder Verlust verändert uns. Trauerzeiten sind damit auch Zeiten, in denen wir uns verändern und Neues wagen müssen. Auch die Trauerzeit ist individuell – man kann aber von drei, sechs bis zu neun Monaten ausgehen.

„Trauer ist die Achterbahn der Gefühle.“ Die verrückten Gefühlszustände nach dem Schock des Verlusts sind normal und müssen ernst genommen werden. In dieser Phase ist es ratsam, keine bedeutenden Entscheidungen zu treffen, weil sie nicht voll bewusst oder übereilt passieren. Besser in Ruhe, wenn die Trauerphase abgeschlossen ist – um keine bösen Überraschungen zu erleben.

 „Trauer ist wie eine offene Wunde.“ Der Verlust eines geliebten Menschen kann nicht ersetzt werden. Um damit umgehen zu können ist es wichtig Trauer zuzulassen. Dabei ist es sehr hilfreich, über seine Trauer zu reden und Trauernden ein „stiller Diener“ zu sein, ihm also einfach nur zuzuhören, wenn er es möchte. Oft hilft das mehr, als tausend aufbauende oder gar bevormundende Worte. Nach fünf bis sechs Wochen ist die Trauer des anderen meist „Schnee von gestern“. Dabei sind Besuche besonders dann von Bedeutung. Dabei sollte man sich aber bewusst Zeit dafür nehmen – nicht einfach kurz vorbeischauen!

„Kinder lehren uns richtiges Trauern.“ Während dem Spielen fragt das kleine Mädchen: „Kommt Mama wieder?“, „Bin ich schuld?“ Nach der Antwort geht es wieder zum Spielen über – es trennt zwischen Trauer und Spiel. Es ist wichtig, solche Fragen ernst zu nehmen und zu versuchen sie zu beantworten. Kinder fragen, wenn sie etwas bedrückt, sie wollen reden – wir müssen und sollen sie nicht auf die Situation ansprechen! Wir sollen Kindern keine Angst vor dem Trauern machen. Auch sollen sie Abschiednehmen dürfen, z.B. auf die Beerdigung mitgehen, wenn sie es wollen – wenn die Eltern nicht können, dann z.B. mit jemandem, den sie gerne haben. Abschiednehmen kann ich nur ein einziges Mal! Trauerrituale – wie das Aufstellen von Kerzen oder Beerdigungen – sind im Trauerprozess wichtig, weil Sie Halt und Struktur geben und das Abschiednehmen ordnen.

„Trauer ist wie ein Fingerabdruck.“ Jeder Mensch  trauert anderes. Es gibt kein richtig oder falsch. Die Mutter weint drei Stunden am Tag, während der Vater eine Stunde Radfahren geht – beide trauern auf ihre eigene Weise.

Unser Motto – nicht nur in der Trauerzeit – sollte immer lauten: „Horch auf dich, alles was dir gut tut, ist gut!“

Geschrieben von Thomas ( Freitag, 17. November 2017 )   
Letzte Aktualisierung ( Sonntag, 19. November 2017 )
 
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